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Berichte 2005 / Rapports 2005
(Aus dem Mitteilungsblatt 2005 pdf)
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Jahrestagung 2005: Bericht über die Jahrestagung 2005 der SAGUF zur Umweltforschung in der Schweiz
Vom Analysieren zum Gestalten
Die Umweltforschung darf nicht bei der reinen Analyse von Umweltproblemen stehenbleiben. Sie muss sich vielmehr der Gestaltung der Umwelt zuwenden und zwar der Gestaltung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung. Dies ist ein zentrales Ergebnis des SAGUF-Workshops "Entwicklung der Umweltforschung Schweiz", der am 9. September im Von Rütte-Gut in Sutz am Bielersee stattfand. Die Veranstaltung stand unter dem Patronat des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) und des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE). Die Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT), die Schweizerische Akademie der Geistesund Sozialwissenschaften (SAGW) und das BUWAL unterstützten den Anlass zudem finanziell.
Da sich die Schweiz einer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet hat, ergeben sich klare Herausforderungen für die Umweltforschung. Diese galt es mit den rund 60 Teilnehmenden von Produzenten bis zu Nutzern von Umweltforschung aus Forschung, Lehre, Politik und NGOs zu identifizieren und fruchtbar zu machen. Grundlage dazu bildeten vier Beiträge zur Situation der Umweltforschung Schweiz, welche die SAGUF in GAIA 2004 publizierte sowie ein vom Vorstand erarbeitetes Arbeitspapier mit Postulaten über thematische und konzeptionelle Schwerpunkte sowie institutionelle und finanzielle Rahmenbedingungen.
Das Teilnehmerfeld war hochkarätig besetzt. Neben 25 Mitgliedern der SAGUF kamen 33 geladene Gäste, darunter Christian Smoliner vom Bundesministerium für Wissenschaft, Bildung und Kultur in Wien; und aus München angereist war Monika Wächter von der Programmleitung der Sozialökologischen Forschung in Deutschland. Nach der Eröffnung durch SAGUF-Vorstandsmitglied und BUWAL-Mitarbeiterin Susan Ulbrich Zürni, referierten die SAGUF-Präsidentin Gertrude Hirsch von der ETH Zürich, Nationalrätin Barbara Haering als Mitglied der Beratenden Kommission für Umweltforschung, Patrick Hofstetter von WWF Schweiz, der Präsident der Akademie der Naturwissenschaften Peter Baccini sowie Werner Spillmann als Direktionsmitglied der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL und Bernd Hägele vom Staatssekretariat für Bildung und Forschung. In Arbeitsgruppen wurde anschliessend beraten, welche der vorgetragenen Postulate in die Entwicklung der schweizerischen Forschungs- und Hochschullandschaft eingehen sollen konkret in die nächste Forschungsbotschaft des Bundes und in das Forschungskonzept Umwelt, die derzeit für die Periode
2008 bis 2011 erarbeitet werden. Tagungsleiter und SAGUFVorstandsmitglied Michel Roux von der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL konnte zusammenfassend drei Postulate aus der Tagung festhalten:
- Die Forschung soll vermehrt die Handlungsmöglichkeiten der Gesellschaft untersuchen und sich dabei vom reinen Umweltschutzdenken lösen und sich der Umwelt als Ressource für eine nachhaltige Entwicklung mit mehr Lebensqualität zuwenden, sowohl national wie auch global.
- Da neue Technologien und der globale Wandel über ihre Umweltauswirkungen auch die Gesundheit beeinflussen, gilt es diesen Zusammenhang verstärkt zu beachten.
- Die Zusammenarbeit unter Forschenden verschiedener Wissenschaftskulturen und zwischen Wissenschaft und Praxis soll ausgebaut werden und im Wissenschaftssystem die verdiente Anerkennung finden.
Wie diese Postulate in die Entscheidungsprozesse der Politik, der Wissenschaft, der Hochschulen und der Forschungsinstitutionen einfliessen können, werden die Schritte zeigen, welche die SAGUF zusammen mit ihren Mitgliedern und Partnern unternimmt.
Michel Roux und Susan Ulbrich Zürni
Congrès annuel 2005: Rapport sur le congrès annuel de la SAGUF sur la recherche environnementale
De l'analyse à la réalisation
La recherche environnementale ne doit pas se contenter avec l'analyse pure des problèmes environnementaux. Elle devrait plutôt se pencher sur l'organisation de l'environnement organisation dans le sens du développement durable.
Ceci fut un résultat central du workshop de la SAGUF "Évolution de la recherche environnementale suisse", qui prenait place le 9 septembre 2005 dans le domaine Von Rütte-Gut à Sutz près du lac de Bienne. L'Office Fédéral pour l'Environnement, la Forêt et le Paysage (OFEFP) et l'Office Fédéral pour le Développement Territorial avaient le patronage de la manifestation. La manifestation était subventionnée par l'académie des Sciences Naturelles (SCNAT), l'Académie Suisse des Sciences Humaines et Sociales (ASSH) et l'OFEFP.
Puisque la Suisse s 'est engagée au développement durable, la recherche environnementale a des défis bien définis. Ceux-ci étaient à identifier avec 60 participants qui venaient soit de la recherche, de l'enseignement, de la politique ou d'ONGs et étaient soit producteurs soit utilisateurs de la recherche environnementale. La base était formée par quatre articles sur la situation de la recherche environnementale suisse publiés par la SAGUF en 2004 dans le journal GAIA et par un document préparé par le comité de la SAGUF contenant des postulats sur les accents thématiques et conceptionels ainsi que sur les cadres institutionnels et financiers.
Le groupe de participants était formé par un nombre de personnes d'envergure. A part de 25 membres de la SAGUF, 33 participants étaient invités. Entre eux Christian Smoliner de l'Office Fédéral pour la Science, l'Enseignement et la Culture de Vienne et Monika Wächter de la gérance du programme allemand pour la recherche socio-écologique de Munich. Susanne Ulbrich Zürni, membre du comité de la SAGUF et employée de l'OFEFP, faisait l'ouverture de la manifestation, suivie par des exposés de la présidente de la SAGUF Gertrude Hirsch Hadorn de l'ETH de Zurich, de Barbara Haering, membre du Conseil National et membre de la commission consultative pour la recherche environnementale, de Patrick Hofstetter du WWF Suisse, du président de l'Académie des Sciences Naturelles Peter Baccini, de Werner Spillmann, membre de la direction de l'Institut Fédéral de Recherches sur la Forêt, la Neige et le Paysage WSL, ainsi que de Bernd Hägele du Secrétariat d'État à l'Éducation et à la Recherche SER.
Des groupes de travail discutaient alors lesquels des postulats présentés devraient entrer dans le développement du domaine suisse de la recherche et des écoles supérieures plus concrètement dans le message de recherche du Conseil Fédéral et dans le concept de recherche sur l'environnement, qui sont en ce moment en préparation pour la période 2008 à 2011. Michel Roux, directeur de la manifestation et membre du comité de la SAGUF, résumait les résultats du congrès en trois postulats:
- La recherche doit accroître l'analyse des options de la société et se libérer de la réflexion pure sur la protection de l'environnement pour se pencher sur l'environnement comme ressource pour un développement durable avec une qualité de vie accrue, autant sur le plan national qu 'international.
- Puisque les nouvelles technologies et le changement global affectent par leurs effets environnementaux la santé, ce lien mérite une plus grande attention.
- La coopération entre des chercheurs de différentes cultures scientifiques ainsi qu 'entre science et pratique devrait être amplifiée et être reconnue dans le système scientifique.
Sur quels chemins ces postulats pourraient entrer dans les processus décisifs de la politique, de la science, des hautes écoles et des institutions de recherche vont être le thème des prochaines étapes à prendre par la SAGUF et leurs partenaires.
Michel Roux und Susan Ulbrich Zürni
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Evaluation: Was bedeutet die inter- und transdisziplinäre Forschung dem Wissenschaftssystem? Humanökologie und Nachhaltigkeitsforschung auf dem Prüfstand
Jahrestagung 2005 der Deutschen Gesellschaft für Humanökologie (DGH) unter Mitwirkung der SAGUF, Sommerhausen bei Würzburg
Vom 19. bis zum 21. Mai 2005 fand in Sommerhausen (Deutschland) die Tagung "Evaluation: Was bedeutet die interund transdisziplinäre Forschung dem Wissenschaftssystem?" statt. Die Tagung wurde von der SAGUF und der Deutschen Gesellschaft für Humanökologie (DGH) gemeinschaftlich geplant und durchgeführt. Das Organisationsteam bestand aus Otto Smrekar (DGH und SAGUF), Susanne Stoll-Kleemann (DGH) und Christian Pohl (SAGUF). Diese Tagung war mit 60 Personen überaus gut besucht und laut den Schlussworten des Präsidenten der DGH, Bernhard Glaeser, eine der spannendsten in der Sommerhausener Reihe. Das Ziel des Treffens war es, den Stand der Diskussion um die Evaluation der inter- und transdisziplinären Forschung (ITF) in den Bereichen Humanökologie und Nachhaltigkeitsforschung kennenzulernen. Den Teilnehmenden bot es Gelegenheit, das eigene Rollenverständnis als Evaluierte oder/und Evaluierer auf die Probe zu stellen und sich für eine Weiterentwicklung der Spielregeln einzusetzen. In einem ersten Block wurden Pro und Contra der Evaluation einander gegenübergestellt. Susanne Stoll-Kleemann eröffnete mit einem provokativen Einstieg, indem sie feststellte, sie sehe keine grundsätzlichen Differenzen zwischen den Ansprüchen der wissenschaftlichen Exzellenz und den spezifischen Herausforderungen der inter- und transdisziplinären Forschung. Lenelise Kruse-Graumann stellte dem ihre langjährigen Erfahrungen in verschiedenen Forschungsgremien gegenüber, aus welchen sie einen gegenteiligen Schluss zog. In einem zweiten Block wurden Ansprüche an die Evaluation aus unterschiedlichen Perspektiven aufgezeigt. Die SAGUFPräsidentin legte dar, warum die besonderen Herausforderungen für die Evaluation der ITF in der Sachkompetenz, der Sorgfalt und Fairness liegen. Nachdem der DGH-Präsident die Evaluation aus Sicht der Humanökologie geschildert hatte, gab Christian Smoliner einen tiefen Einblick in die Sichtweise eines Programmleiters und stellte 8 Prinzipien vor, welche für den Erfolg von inter- und transdisziplinären Forschungsprogrammen relevant sind. Zum Abschluss verortete Dagmar Simon den veränderten Evaluationsbedarf in der ITF als Erscheinung einer allgemeinen Veränderung der Wissensproduktion. Nach den Arbeitsgruppen im dritten Block, dem fulminanten Abendvortrag "Forschung für eine offene Gesellschaft" von Jürg Minsch und einer Weinprobe fanden sich immer noch erstaunlich viele Teilnehmende zum vierten Block am Samstagmorgen ein, worin Ansätze zur Evaluation vorgestellt und diskutiert wurden. Matthias Bergmann gab Einblick in den Stand des Fragebogens zur formativen (Selbst-)Evaluation des EVALUNET, und ich selber stellte die "Gestaltungsprinzipien für die transdisziplinäre Forschung" des td-net vor. Nach einer Kaffeepause, in welcher die Diskussion wie so oft erst richtig losging, wurde in der abschliessenden Podiumsveranstaltung nochmals heftig über das Thema der Tagung gestritten, zwischen Jürgen Scheffran, Alard Mieg als Advocatus Diaboli und Hansvolker Ziegler als grossem Förderer und Freund der ITF, der freudig feststellte, dass er mehr und mehr Bausteine erkennen könne, aus denen das Gebäude der ITF aufgebaut werde. Dass bei diesem umfangreichen Programm die Vorträge nicht zu lange gerieten und die für Sommerhausen so typischen Diskussionen "funkten", war vor allem das Verdienst von Otto Smrekar, der als Impulsgeber geschickt und mit fester Hand durch die Tagung führte.
Évaluation: Que signifie la recherche inter- et transdisciplinaire par rapport au système scientifique ? L'écologie humaine et la recherche en développement durable au banc d'essai
Le congrès annuel en 2005 de la Société Allemande pour l'écologie humaine (DGH) en collaboration avec la SAGUF, à Sommerhausen près de Würzburg
De 19 au 21 mai 2005 s'est tenu à Sommerhausen (Allemagne) la conférence "Évaluation: Que signifie la recherche inter- et trans-disciplinaire par rapport au système scientifique?". La conférence était organisée en commun par la SAGUF et la Société Allemande pour l'Écologie Humaine (DGH). L'équipe d'organisation était composée d'Otto Smrekar (DGH et SAGUF), Susanne Stoll-Kleemann (DGH) et Christian Pohl (SAGUF). La conférence a été très bien suivie avec 60 participants, et selon les derniers mots du président de la DGH, Bernhard Gläser, c'était l'une plus captivante des dernières années.
Le but de la conférence était de faire l'état de la connaissance sur l'évaluation de la recherche inter- et transdisciplinaire (ITF) dans les domaines de l'écologie humaine et de la recherche en développement durable. Quatre blocs étaient prévus: Dans le premier bloc, on opposait le pour et le contre de l'évaluation.Susanne Stoll-Kleemann lançait le débat avec une idée provocatrice en constatant qu'elle ne voyait aucune différence fondamentale entre les exigences de l'excellence scientifique et les conditions spécifiques de la recherche interet transdisciplinaire. Lenelise Kruse-Graumann opposait ses expériences de plusieurs années dans les organes de recherche et en tirait une conclusion contraire.
Dans le deuxième bloc, on a mis en évidence les exigences pour l'évaluation sous diverses perspectives.La présidente de la SAGUF exposait pourquoi les conditions particulières pour l'évaluation de la recherche inter- et transdisciplinaires résidaient dans la compétence scientifique, le soin et l'honnêteté. Après que le président de la DGH eut décrit l'évaluation du point de vue de l'écologie humaine, Christian Smoliner donnaitun aperçu éclairant du point de vue d'un chef de programme et présentait les 8 principes pertinents pour le succès des programmes de recherche inter- et transdisciplinaires.En conclusion du deuxième bloc, Dagmar Simon a relevé ce nouveau besoin d'évaluation dans la recherche inter- et transdisciplinaire comme le signe d'un changement général de la production de connaissances.
Après les groupes de travail du troisième bloc, après le percutant rapport du soir de Jürg Minsch pour la recherche dans la société à capital variable et après la dégustation de vins, les participants étaient encore étonnamment nombreux pour le quatrième bloc du samedi matin où les méthodes de l'évaluation étaient présentées et discutées. Matthias Bergmann donnait un aperçu sur l'état du questionnaire pour une (auto) évaluation formative de EVALUNET, et je présentais moi-même les "principes de réalisation pour la recherche transdisciplinaire" du td-net. Après une pause café pendant laquelle la discussion partait comme si souvent enfin vraiment de manière libre, la séance conclusive a encore une fois permis d'ardentes discussions sur le sujet de la conférence, entre Jürgen Scheffran, Alard Mieg comme avocat du diable et Hansvolker Ziegler en grand défenseur et ami de la recherche inter- et transdisciplinaire, en constatant avec joie qu'il reconnaissait de plus en plus de briques qui constituent l'édifice de la recherche inter- et transdisciplinaire.
Qu 'au cours de ce vaste programme les conférences n'aient pas duré trop longtemps et que les discussions si typiques de Sommerhausen aient pu trouver assez d'espace même en dehors des pauses café, ce mérite revient à Otto Smrekar qui a su mener ce congrès habilement et de main ferme.
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